Ausgangslage
Heterogene Belegschaft, unklarer Rahmen — und ein klassischer Workshop hätte beides verstärkt.
Ein Klinikum wollte breite Befähigung — nicht nur einzelne Champions. Die Realität: heterogene Vorerfahrung, Skepsis bei den Älteren, Hype-Trauma bei den Jüngeren. Frontalformate hätten die Spaltung vertieft. Die Frage war nicht „welches Tool", sondern „wie schaffen wir gemeinsame Sprache und gemeinsamen Boden".
Vorgehen
Zwei Tage, drei Phasen — Verstehen, Schutz, Anwendung. Gemischte Lerngruppen über Fachbereiche hinweg.
Aufbau des AI-Führerscheins:
- Tag 1, Vormittag: Verstehen — was AI ist und was sie nicht ist (ohne Tool-Vorführung)
- Tag 1, Nachmittag: Schutz — Datenschutz, Governance, Grenzen, was darf wann genutzt werden
- Tag 2: Anwendung — Use-Case-Mining im eigenen Alltag, Übung im DSGVO-konformen Schutzraum
- Gemischte Lerngruppen aus verschiedenen Fachbereichen — Pflege, Medizin, Verwaltung
- Jede Person formuliert und validiert drei eigene Use Cases vor dem Plenum
Ergebnis
Alle Teilnehmenden waren befähigt — Klarheit statt diffuse Sorge, drei eigene Anwendungsfälle pro Kopf.
Aus „Wir wissen nicht, ob AI was für uns ist" wurde „Wir haben drei konkrete Anwendungsfälle, die wir morgen testen". Die Teilnehmenden konnten in ihrem Fachbereich Use Cases identifizieren, einordnen und gegenüber Kolleginnen und Kollegen erklären. Skepsis wurde nicht weggeredet, sondern durch eigene Erfahrung neutralisiert.
Wirkung
Führungskräfte werden zu internen AI-Pionieren — der Wandel skaliert organisch.
Das eigentliche Ergebnis war kein Use-Case-Katalog, sondern Multiplikatoren. Die Teilnehmenden tragen das Format zurück in ihre Teams, erklären in eigener Sprache, was AI kann und was nicht. Akzeptanz entsteht von innen, nicht von oben. Nachfolgende Pilotbegleitungen auf DSGVO-konformer Plattform setzen auf diesem Fundament auf.